Eisvogelsommer / Jan De Leeuw

Verlag: Gerstenberg
Veröffentlicht: Januar 2016


WhatsApp Image 2016-11-17 at 12.30.09 PM (3).jpegStoryline.
Thomas ist von Anfang an tot.Wie sich heraus stellt, wurde Thomas von einem Laster überfahren und starb dabei. Orphee gibt sich die Schuld am Tod ihres Freundes und leidet nach Thomas‘ Tod unter diesen Selbstvorwürfen, will sich sogar das Leben nehmen aber es gelingt ihr nicht. Sie verbrennt alles, was mit ihrer Liebe zu Thomas zu tun hatte, meidet die Öffentlichkeit und zieht sich immer mehr zurück aber das alles bringt nichts, sie wird Thomas nicht los, erinnert sich viel zu sehr an das, was die beiden mal hatten und was er alles für sie getan hat, bis Bram – Thomas bester Freund – anfängt, ihr zu zeigen, dass das Leben trotz seines Todes weiter gehen kann.
Und auch für seine Eltern, insbesondere seine Mutter, ist sein Tod unerträglich und während sein Vater versucht weiter zu machen und langsam zu vergessen, reitet sich seine Mutter immer mehr in einen Abgrund hinein, aus dem sie ohne Hilfe nicht mehr raus kommt und der sie ihre Ehe kosten könnte. Außerdem gibt es da ja noch Thomas seinen Großvater, der ohne die Besuche seines Enkels, in einen kritischen Zustand gerät und Thomas‘ Mutter muss sich entscheiden, ob sie alles aufgibt oder wieder anfängt zu leben und sich für die Menschen in ihrem Umfeld entscheidet.
Und das vielleicht entscheidende an dem Buch ist, dass das alles aus Thomas‘ Sicht erzählt wird.

WhatsApp Image 2016-11-17 at 12.30.09 PM (4).jpegFazit.
Ach ja, die tragische Liebesgeschichte von Orphee und Thomas. Ich muss sagen, dass mich diese Geschichte von Anfang an gefesselt und begeistert hat. Tragische Liebesgeschichten gibt es viele, auch genug, in denen einer der beiden Verliebten stirbt aber „Eisvogelsommer“ ist kein Buch, dass auf diese Tragödie hinaus arbeitet. Die Geschichte beginnt damit, dass diese Tragödie schon passiert ist und auch wenn in dem ersten Kapitel nicht viel vor kommt, weiß man gleich, dass dies keine gewöhnliche Liebesgeschichte war. Es ist eine herzzerreißende Geschichte, die zeigt, wie schwer es für die Angehörigen eines Verstorbene ist, einfach so weiter zu machen und vor allem, was es für Konsequenzen haben kann, wenn ein geliebter Mensch aus dem Leben scheidet. Das Buch schildert auf eindrucksvolle Weise, wie es den Menschen um Thomas herum geht und wie sie versuchen mit der Sache umzugehen, auch wenn es alles andere als einfach ist. Es macht seinen Tod nicht harmloser und schildert, dass es einfach so weiter geht wie bisher, sondern geht wirklich auf die entstehenden Probleme ein und verniedlicht das Ganze nicht, wie es in manch anderen Büchern passiert. Wirklich gut beschreiben kann ich das Ganze nicht, die Geschichte muss man einfach selbst gelesen haben, um zu wissen, was ich meine. Und trotz des traurigen Hintergrundes, denke ich, dass man die Geschichte gelesen haben sollte, es lohnt sich wirklich. Daumen hoch!
Außerdem hatte ich auf der Frankfurter Buchmesse 2016 die Möglichkeit mit dem Autor, Jan De Leeuw, zu reden und wir haben uns eine ganze Weile über diese Geschichte unterhalten.  Er ist ein wirklich netter und liebenswerter Mensch, dem das Schreiben wirklich liegt und dessen Bücher ich jederzeit wieder lesen würde!

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