Flutlicht / Gideon Samson

Verlag: Gerstenberg
Veröffentlicht: Juni 2016


whatsapp-image-2016-11-17-at-12-30-09-pm-2Storyline.
Sri Lanka? Das hatte sich Pieter nicht vorgestellt, als er sich für ein soziales Programm angemeldet hatte. Vor allem da er sich eigentlich ausdrücklich für Uganda beworben hatte. Doch so schlimm, wie er sich die Zeit an der Blinden- und Taubenschule dort vorgestellt hatte, wurde sie nicht – ganz im Gegenteil. Pieter lernt mit diesen Menschen umzugehen, unterrichtet die benachteiligten Kinder gerne und vor allem mit einer Hingabe, die ihn selbst überrascht. Im Nachhinein war es so ziemlich die beste Zeit, die er gehabt hatte. Und das nicht nur wegen seinem Freund John, der in der Zeit, wie ein Bruder für ihn geworden war, sondern auch wegen Elin, dem blondhaarigen, schwedischen Engel, den er in den letzten Tagen kennen und lieben lernen durfte. Doch gleichzeitig wurden die letzten Tage, auch die schlimmsten. Ein Tsunami verwüstet Sri Lanka. Pieter, John und Elin finden sich. Lediglich Isabelle, Elin’s Freundin bleibt verschollen. Ein tiefer Schlag für John aber auch für Elin, die sich von Pieter abwendet und zurück nach Schweden fliegt. Die Bilder von toten Menschen, der Verwüstung und Elin’s Gesicht wird Pieter wohl nie vergessen, auch nicht nachdem er sicher aus Sri Lanka ausgeflogen werden konnte.
Aber jetzt, gut fünf Jahre nach der Katastrophe, steht er wieder vor all den Erinnerungen, die er so lange verdrängt hatte. Elin meldet sich per Facebook bei ihm, genau an dem Abend an dem das WM-Finale stattfindet, ist zufällig in der Stadt und möchte sich mit ihm treffen. Dabei hatte Pieter schon versucht mit ihr abzuschließen, immerhin hatte sie sich jahrelang nicht gemeldet. Mit einem mulmigen Gefühl begibt er sich dann doch in das genannte Hotel. Doch was ihn da erwartet, ist bei weitem nicht das, womit er gerechnet hatte. Und dabei geht es nicht nur um die Vergangenheit, sondern viel mehr um seine Zukunft.

Fazit.
Ich gestehe, ich war anfangs nicht so überzeugt von dem Buch. Nicht, weil ich nicht wusste worum es geht, sondern weil mich die englischen “Einschübe“ irritiert haben. Es war einfach ungewohnt, immer mal wieder englische Elemente oder Dialoge zu haben aber man hat sich schnell daran gewöhnt und es war jetzt auch kein Englisch, wo man ein Wörterbuch oder Google-Übersetzer o.ä. brauchte. Mit der Zeit haben diese englischen Einschübe oder eben Dialoge dann einfach dazu gehört und dem Buch seinen ganz eigenen Touch verliehen; auch dadurch das Pieter sich mit John – und den meisten anderen Charakteren – auf Englisch unterhalten musste, war es dann beinah selbstverständlich, dass dort eben auch ein englischer Dialog beschrieben war.
Die Story fande ich ebenso sehr kreativ und teilweise auch sehr persönlich, immerhin war es zwar eine fiktive Geschichte aber diese beruht ja durch aus auf Fakten und Situationen, die so ähnlich mit Sicherheit schon mal abgelaufen sind. Mich hat insbesondere das Verschwinden und diese Ungewissheit, was Isabelle betraf, getroffen und was das Ende angeht, hätte ich beim besten Willen nicht damit gerechnet. Im Nachhinein klingt es dann schon plausibel aber in dem Moment war ich wohl genauso überrascht wie Pieter.
Das Buch ist auf jedenfalls gelungen und eine Geschichte, die sowohl mit einigen Facetten des Lebens arbeitet, als eben auch Unvorhersehbares – im Extremfall eben so etwas wie ein Tsunami – mit einbezieht. Einfach ein tolles Buch, das man auf jeden Fall lesen sollte, wenn man auf ein schönes Drama, mit ein wenig Liebe steht. (Was nicht heißt, dass andere es nicht auch lesen sollten!) Daumen hoch!

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