Cordoba / Waldtraut Lewin

Verlag: Gerstenberg
Veröffentlicht: Oktober 2016


WhatsApp Image 2016-12-02 at 4.00.39 PM.jpegStoryline.
Irgendwann im 16. oder 17. Jahrhundert flüchten überall in Spanien Conversos, sogenannte „Neuchristen“, vor dem Hass ihrer Mitbürger. Lediglich in Cordoba herrscht Vernunft und Toleranz, wegen dem dort herrschenden Alkalden, María’s Vater. Er ist ein weiser Mann, gütig und vernünftig und obwohl im Land die Aufstände und Übergriffe auf die Conversos zunehmen, schafft er es seine Stadt zur Toleranz zu bewegen und bietet den Flüchtlingen Schutz. Doch als ein neuer Bischof das Volk mit Hasspredigten auf die Conversos hetzt, gerät der Alkalde in Bedrängnis. Und auch seine Tochter María, die sich in den Bruder ihrer besten Freundin verliebt hat, welcher allerdings verlobt ist, fürchtet um sein Leben. Denn ihr Vater ist krank und sollte er sterben, wird das einst so tolerante Cordoba, der Kirche in die Hände fallen.
Als während der Prozession María’s beste Freundin aus versehen ein Glas Saft über den heiligen Jakob schüttet, eskaliert die Situation. Gleichzeitig verschlechtert sich der Zustand des Alkalden drastisch und María muss mit einem Mal nicht nur um das Leben ihrer Freundin und ihres Vaters bangen, sondern auch um ihre große Liebe Diego und um das Wohl der gesamten Stadt. Und deren Zukunft.

Fazit.
Tatsächlich muss ich sagen, dass ich positiv überrascht von dem Buch bin. Meine Erwartungen lagen wesentlich tiefer, auch weil das Buch sehr religiös klang aber obwohl Religion den Hauptbestandteil dieses Romans ausmacht, ist es keinesfalls so, dass es nur um die Bibel, Kirche und ähnliches geht. Die Geschichte erzählt von den herrschenden Unruhen, der Angst der Menschen und dem Schicksal von María und ihren Vertrauten. Es ist eine tolle und herzzerreißende Geschichte, die auf jeden Fall zu den besten Büchern der vergangenen Monate gehört. Die Umstände und wie wenig es braucht, um so eine Bewegung in Gang zu setzen, sind realistisch und nachvollziehbar. Genau das fesselt einen und die Spannungen, die sich durch das gesamte Buch ziehen, lassen einen selbst nicht wirklich zur Ruhe kommen, was ich gelungen finde, weil man sich so in die Geschichte hinein versetzt. Einfach ein toller Roman, den ich jedem empfehlen kann, ob gläubig oder nicht. Daumen hoch!

 

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