Fire & Frost – vom Eis berührt / Elly Blake

Verlag: Ravensburger Buchverlag
Veröffentlicht: Februar 2018


fire&blood1Storyline.
Ruby gehört zu den letzten lebenden Firebloods im Reich des ewigen Eises. Als ihr Dorf niedergebrannt wird und ihre Mutter stirbt, gerät Ruby in die Fänge der Soldaten des Frostkönigs und wir in ein Verließ gesperrt. Ausgerechnet zwei Frostbloods bieten ihr eine Fluchtmöglichkeit und gewähren ihr Zuflucht in einer abgelegenen Abtei. Sie erwarten von Ruby das diese mit ihrer Feuergabe den Eisthron des Königs zerstört, auf dem ein alter Fluch liegt. Während Ruby sich auf ihre Aufgabe vorbereitet, kommen sie und der Frostblood Arcus, der sie aus dem Verließ befreit hat, sich unweigerlich näher.
Doch ihr Glück währt nicht lange, denn Ruby gerät in die Fänge des Eiskönigs und muss in seiner Arena um ihr Überleben kämpfen. Wird Ruby es trotzdem schaffen, das Vertrauen des Königs für sich zu gewinnen und den Thron zu zerstören? Und was geschah mit Arcus, nachdem die Abtei überfallen worden ist?

Fazit.
Das erste Mal ins Auge gesprungen ist mir das Buch bereits auf der Leipziger Buchmesse 2018. Gestern zog das gute Stück dann in mein Regal ein und was soll ich sagen? Die Geschichte hält, was sie verspricht. Das Buch ist durchzogen von actionreichen Kampfszenen, Geschichten aus der Vergangenheit, welche den Hass zwischen Firebloods und Frostbloods begründen und einer Menge Gefühl. Arcus und Ruby könnten gar nicht unterschiedlicher sein und dennoch verbindet die beiden etwas, auf sehr viel tieferer Ebene. Der Anfang des Buches ist etwas holprig, wie ich finde aber sonderlich viel geschieht auch nicht, bis Ruby auf die Frostbloods trifft. Ab da wurde ich von der Story gefesselt und hab es nicht mehr geschafft, das Buch aus der Hand zu legen. Die Stroyline ist gut nachvollziehbar und es gibt keine Rückblenden. Das wohl spannendste ist, wenn Ruby und Arcus mal wieder gegeneinander prallen und deutlich wird, was das zwischen den Firebloods und Frostbloods eigentlich ist. Ich möchte dem Buch nicht allzu viel vorwegnehmen, aber lesenswert ist es auf jeden Fall und ich würde es jedem nur ans Herz legen. Daumen hoch!

Dreams of Gods and Monsters / Laini Taylor

Verlag: Fischer FJB
Veröffentlicht: Juli 2015


Zwischendenwelten3.pngTeil 3: Zwischen den Welten – Dreams of Gods and Monsters
Der Krieg droht beide Welten zu zerstören: die der Chimären und die der Seraphim. Karou und Akiva müssen sich vereinen, um gegen den Feind bestehen zu können, der zusätzlich die Menschenwelt bedroht. Zum ersten Mal seit Jahrtausenden kommt es zu einem Bündnis zwischen Seraphim und Chimären, doch Misstrauen hemmt die aktive Zusammenarbeit. Als für Karou und Akiva in der Menschenwelt alte Freunde zu Feinden werden und sie eine Frau namens Eliza aufgreifen, wissen beide noch nicht, was für eine Rolle die Fremde spielen wird. Unterdessen ist in Eretz der Krieg ausgebrochen, doch niemand der dort kämpfenden ahnt, dass sie eine viel größere Bedrohung erwartet.
Werden Akiva und Karou es gemeinsam schaffen, ihr Schicksal selbst zu bestimmen und Frieden über ihre Völker zu bringen? Und was ist der Preis, den sie dafür bezahlen werden?

Fazit.
Das spektakuläre Ende von Akivas und Karous Geschichte. Nachdem der zweite Teil für mich eher eine Art Einschub war und sich die beiden ja ein wenig entfremdet hatten, kommt es im dritten Teil endlich zur Wiedervereinigung und zum finalen Kampf. Ein packendes Ende, mit noch mehr Intrigen und Aufdeckungen, mit neuen Feinden und neuen Verbündeten und nicht zuletzt der großen Liebe, zwischen Karou und Akiva. „Zwischen den Welten“ hat mich bis zu Ende hin gefesselt und nicht mehr los gelassen und Taylor ist eine atemberaubende Geschichte gelungen, die ich nur weiterempfehlen kann. An Dramatik und Action mangelt es jedenfalls nicht, ebenso wird einem durch die Nebenkapitel immer deutlicher, wie alles zusammen hängt und Karous und Akivas Liebesgeschichte liefert den letzten Schliff. Eine Liebe, die über den Tod hinaus geht und die es wirklich verdient hat zueinander zurück zu finden. Daumen hoch!

Days of Blood and Starlight / Laini Taylor

Verlag: Fischer FJB
Veröffentlicht: September 2013


Zwischendenwelten2.pngTeil 2: Zwischen den Welten – Days of Blood and Starlight
Nachdem Akiva Karou offenbart hatte, dass er Schuld am Tod ihrer Familie hat, flüchtet sich Karou in die Wüste Marokkos. Um sich von ihrem Verlust abzulenken, widmet sie sich dem Aufbau einer Armee; einer Chimären Armee. Der seit Jahrhunderten tobende Krieg zwischen den Seraphim und den Chimären muss ein Ende finden und Karou, die die Einzige ist die Brimstones Handwerk – wenn auch unwissentlich – erlernt hat, ist die letzte Hoffnung für die Chimären.
Zur gleichen Zeit versucht Akiva seinen Fehler wieder gutzumachen. Auch wenn es Karous Familie nicht zurückholt, so hatte der Seraphim im Irrtum gehandelt. Akiva hatte geglaubt, dass er seine große Liebe verloren hatte und hatte sich rächen wollen. Nun aber scheint Karou noch weiter entfernt, als je zuvor und Akiva beginnt einen Feldzug gegen sein eigenes Volk, denn auch er ist des Krieges überdrüssig.
Werden die beiden es schaffen den Krieg zu beenden? Und wir Karou Akiva jemals verzeihen können?

Fazit.
So dramatisch wie der erste Teil geendet hat, geht es im zweiten Teil gleich weiter. Der Bruch zwischen Akiva und Karou hat mich wirklich mitgenommen, obwohl sich durch die Rückblende ziemlich viel aufgeklärt hat und man wirklich nachvollziehen konnte, wieso es so gekommen ist und warum die beiden so gehandelt haben. Jedoch geht die Liebesgeschichte im zweiten Teil ein wenig verloren, was nicht zuletzt an der Trennung der Charaktere liegt. Zwar lässt sich erahnen, dass sie wieder aufeinandertreffen werden und natürlich begegnen sie sich auch hin und wieder, aber es ist einfach nicht mehr das Gleiche. Zeitgleich werden auch alle Vorbereitungen für den Krieg getroffen und ich war wirklich gespannt, wie sich das alles entwickeln wird. Karou macht eine Menge durch und ich habe zum Teil sehr mit ihr mit gelitten, insbesondere wenn sie mit ihrer Vergangenheit in Berührung gekommen ist. Das gleiche zählt für Akiva.
Der zweite Teil von „Zwischen den Welten“ ist genauso gelungen, wie der erste Teil und sät in einem nur noch mehr Interesse am Ausgang der Geschichte und wie sich das alles entwickeln wird. Dramatisch, aufregend und die Hoffnung auf eine Wiedervereinigung von Akiva und Karou lassen die Daumen nach oben gehen!

Daughter of Smoke and Bone / Laini Taylor

Verlag: Fischer Taschenbuch
Veröffentlicht: Januar 2011


Zwischendenwelten1.pngTeil 1: Zwischen den Welten – Daugther of Smoke and Bone
Karou ist eine begnadete Künstlerin. Was keiner weiß: ihre Zeichnungen basieren auf echten Wesen und sind kein Produkt ihrer Fantasie. Die 17 Jährige wurde von Chimären großgezogen, einem Mischwesen aus Tier und Mensch. Brimstone – ihr Ziehvater – hat sie großgezogen und schickt Karou durch magische Portale überall auf die Welt, um für ihn Zähne zu beschaffen. Denn in seinem Laden werden Zähne gegen Wünsche eingetauscht. Nur weiß Karou nicht, was mit den Zähnen geschieht und bis zu jenem schicksalhaften Tag, hatte das auch nie eine Rolle für sie gespielt.
Als rätselhafte Handabdrücke auf allen von Brimstones Portalen auftauchen und diese kurz darauf in Flammen aufgehen, steht Karou mit einem Mal vor dem Nichts. Und dann ist da auch noch Akiva, ein Engel, der mehr über Karou zu wissen scheint, als sie selbst. Karou beginnt mit ihrer Suche nach Brimstone, doch schon bald ist sie auf der Suche nach etwas viel größerem und sie selbst scheint der Schlüssel zu allem zu sein.

Fazit.
Der Auftakt einer spannenden Trilogie. Ich habe zwar einige Kapitel gebraucht, um mich in die Story hineinzufinden, aber wenn man einmal einen groben Charakterüberblick hat, lässt sich die Geschichte gut verfolgen und vor allem nachvollziehen. Taylor hat wirklich eine einzigartige Welt geschaffen und viel Liebe in die einzelnen Charaktere gesteckt. Insbesondere Karou und ihre Ziehfamilie haben einen besonderen Draht zueinander, aber auch Akiva passt perfekt in die Geschichte. Die Beziehung zwischen ihm und Karou ist natürlich noch einmal etwas anderes, auch wenn es eine (lange) Zeit braucht, bis sich nachvollziehen lässt, warum die beiden zueinander sind, wie sie nun einmal sind. Aber das Warten lohnt sich und ich konnte es kaum erwarten, endlich den zweiten Teil zu beginnen, einfach um zu erfahren, wie es nun weiter geht und damit sich das Puzzle endlich vervollständigt. Ein gelungener Fantasyroman, der Einen in seinen Bann zieht und nicht mehr los lässt. Daumen hoch!

Léon & Claire – Er fand sie im Licht / Ulrike Schweikert

Verlag: cbt
Veröffentlicht: November 2017


leonundclaire2.jpg.pngStoryline.
Claire ist am Boden zerstört; seit Léon abgestürzt und verschwunden ist, breitet sich in ihr eine immer größere Leere aus und der Schmerz nimmt nicht ab. Doch als eine alte Frau ihr einen geheimnisvollen Stein gibt, der nur von Léon kommen kann, schöpft Claire neue Hoffnung. Aber warum kommt Léon nicht zu ihr? Und wie soll sie sicher gehen, dass der Stein tatsächlich von ihm ist? Claire beginnt ihre Suche in den Katakomben von Paris, dort wo sie Léon zum ersten Mal begegnet war. Aber die Spur des Steins führt ins Leere. Hinzu kommen merkwürdige Aufeinandertreffen mit Adriens Onkel Cato, der mehr zu wissen scheint, als er Claire sagen will.
Währenddessen spitzt sich der Kampf zwischen Licht und Schatten zu und bald wird Claire abermals zum Spielball der Konkurrenten. Als es dann endlich einen Lichtblick zu scheinen gibt, der eine gemeinsame Zukunft von Claire und Léon verspricht, eskaliert die Lage. Der Kampf zwischen Licht und Schatten – zwischen Tag und Nacht – wird auf den Schultern beider Jugendlicher ausgetragen und es gibt keine Garantie, dass die beiden lebend zueinander finden werden. Wir ihre Liebe den Kampf überstehen? Und vor allem, wird es eine Welt danach geben, in der die beiden endlich und für alle Zeit zusammen sein können?

Fazit.
Fast ein ganzes Jahr musste ich auf den zweiten Teil warten und ich bin froh, dass es sich gelohnt hat. Bereits 2016 hat mich die Geschichte von Léon und Claire in ihren Bann gezogen und als es den „Cliffhanger“ am Ende gab, wäre ich beinah durchgedreht. Umso gespannter war ich allerdings auf den zweiten Teil und was soll ich sagen? Er hat mich nicht enttäuscht. Die Geschichte der beiden geht weiter, genauso tragisch, aber auch romantisch, wie zuvor. Und die Nebenkapitel, in denen man endlich auch Léons Geschichte erfährt, sind wie ein Bonus.
Tatsächlich gibt es kaum etwas, was ich an dem zweiten Teil auszusetzen habe. Für alle, die den ersten Teil noch nicht gelesen haben, kann ich nur sagen, dass man diese beiden Bände nur schwerlich aus der Hand legen kann, wenn man einmal angefangen hat und sich in die Geschichte hineingefühlt hat. Ich bin jedenfalls begeistert und kann behaupten, dass die beiden Teile ebenbürtig sind und von der Qualität her kaum zu unterscheiden. Daumen hoch!

Pearl – Liebe macht sterblich / Julie Heiland

Verlag: FJB
Veröffentlicht: Mai 2017


PearlStoryline.
Pearl ist eine Suchende. Sie starb bevor sie in ihrem Leben die große Liebe erfahren durfte und ist seitdem auf der Suche nach dieser. Dabei ist der Wunsch endlich erfahren zu dürfen, was Liebe bedeutet so groß, dass sie solange zur Unsterblichkeit verdammt ist, bis die Liebe sie erlöst. Doch viele Suchende verlieren während des schier endlosen Zeitraums die Hoffnung und verfallen ihrer dunklen Seite. Um die Menschheit vor dieser zu schützen, werden erlöste Suchende zu Jägern, die ihresgleichen jagen und für den Rest ihres Lebens unter die Erde verbannen, wo sie niemandem etwas antun können.

Eines Abends trifft Pearl auf einen jungen Mann namens Noah, dessen Leben sie rettet. Pearl spürt sofort, dass Noah und sie mehr verbindet. Doch er scheint Pearl auf Abstand zu halten. Hin und hergerissen zwischen ihren Gefühlen und der Angst, Noah dieser zu berauben, lässt sich Pearl auf ein gefährliches Spiel ein: Noah scheint der Feind zu sein, doch wieso fühlt sie sich ihm dann so verbunden? Pearl wagt es, wohlwissend, dass Noah ihr Schicksal endgültig besiegeln kann, falls sie sich irren sollte.

Fazit.
Bereits das Cover und der Klappentext haben mich in ihren Bann gezogen und die Story hat mich nicht enttäuscht. Pearl ist eine bewundernswerte Frau, die in einer schwierigen Welt lebt und vieles mitmachen musste. Von Beginn an habe ich mich ihr verbunden gefühlt und dieses zog sich durch das gesamte Buch. Die Geschichte zwischen Pearl und Noah ist einzigartig kompliziert und gleichzeitig herrlich romantisch. Zwar entsteht die Verbindung zwischen den beiden nur langsam und immer wieder glaubt man zu wissen, wie es enden wird oder was nun passiert, aber die Autorin hat ein Händchen dafür die Geschichte bis zum Schluss immer wieder neu aufblühen zu lassen. Die eingeschobenen Kapitel und die Nebencharaktere, die doch alle Einfluss auf Pearl und Noah nehmen, ziehen einen noch tiefer in das Geschehen hinein und vermitteln ein gutes Grundverständnis über die Umwelt der beiden. Alles in allem eine tolle und atemberaubende Liebesgeschichte, die ich nur weiter empfehlen kann und Fantasy-Liebhabern sehr ans Herz lege. Wappnet Euch allerdings gegen einige herzzerreißende Szenen – Daumen hoch!

 

Die Dämonen Akademie – der Erwählte / Taran Matharu

Verlag: Heyne fliegt
Veröffentlicht: Oktober 2016


Storyline. 
Der 15-jährige Waisenjunge und Hufschmiedlehrling Fletcher hat es nicht leicht in seinem Dorf. Vor allem Didric, der verwöhnte Sohn des reichsten Mannes, macht ihm das Leben zur Hölle. Doch dann entdeckt Fletcher, dass er die seltene Gabe besitzt, einen Dämon zu beschwören – den feuerspuckenden Ignatius. Als Fletcher eines Verbrechens angeklagt wird, das er nicht begangen hat, müssen er und Ignatius fliehen. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg zu einer geheimnisvollen Akademie, auf der Fletcher zum Dämonenkrieger ausgebildet werden soll, denn Orks drohen, die Welt der Menschen zu überfallen. Für den jungen Hufschmied und den kleinen Dämon beginnt das größte und gefährlichste Abenteuer ihres Lebens.

 

Fazit.
Ehrlich gestanden bin ich über die ersten vier Kapitel nicht hinaus gekommen. Eigentlich zwinge ich mich immer weiter zu lesen, einfach weil es ja noch besser werden könnte aber bereits der Anfang vom Buch hat mir nicht zugesagt und da ich derzeit eh nur begrenzt Zeit habe dieses Buch zu lesen, habe ich mich dazu entschieden es zur Seite zu legen. Für Leser, die gerne Fantasy lesen und gerade etwas jüngere Charaktere mögen wäre das Buch aber bestimmt etwas.

Nebelgänger / Bernhard Trecksel

Verlag: blanvalet
Veröffentlicht: September 2016


NebelgängerStoryline.
Als der Assassine Clach, oder auch Totenkaiser genannt, wieder zu sich findet, hat er sich nicht nur in den Grundstrukturen seines Körpers verändert. Er, auferstanden von den Toten, ist die letzte Waffe im Kampf gegen die Titanen, der Einzige, der das Erwachen dieser Götter verhindern kann, indem er ihnen ihre Seele und nicht nur ihren Körper nimmt. Doch Clach’s Feinde sind nicht darauf aus, zu warten bis er die Welt gerettet hat, sie möchten seinen Kopf rollen sehen und obwohl das Erwachen der Titanen dazu führen würde, dass die Welt zerstört wird, scheinen sich weder Omgair – der Ambosskrieger – noch Greskegard – der Inquisitor, der Clach schon so lange jagt – dafür zu interessieren. Oder viel mehr haben sie eigene Ziele, für die sie mehr als bereit sind über Leichen zu gehen und Clach soll möglichst unter die Ersten fallen, auch wenn er der Einzige sein mag, der sie retten kann. Als die Drei aufeinandertreffen, ist es im denkbar schlechtesten Moment und der Wunsch ihrer Rache nachzugehen, steht im Kontrast dazu, dass einer der Titanen aufgeweckt wurde und droht nicht nur die Stadt zu zerstören.
(Teil 2 der  Totenkaiser-Trilogie)

Fazit.
Interessanterweise habe ich dieses Buch bestellt, ohne zu wissen, dass es der zweite Teil der Totenkaiser-Trilogie ist und als es mir aufgefallen ist, war ich schon durch die ersten Kapitel durch. Der Einstieg war dadurch natürlich schwieriger als bei anderen Büchern aber nach einer Weile findet man sich in die Story rein, auch wenn sich einige Dinge oder Begriffe wirklich erst im Laufe des Buches erklären. Dennoch fand ich das Buch super spannend und auch wirklich gut geschrieben. Es ist eine Geschichte voller Intrigen, geheimer Ziele und Morde, die nicht nur durch Rache geprägt sind. Mir gefiel die Storyline und gerade diese Dreiecksbeziehung macht die Sache natürlich um einiges komplizierter, als sie eh schon ist. Ein wirklich gelungener Fantasy Roman, den ich nur weiterempfehlen kann – jedoch sollte man den ersten Teil vorher lesen und nicht so wie ich mittendrin anfangen. Daumen hoch!

Die wundersamen Koffer des Monsieur Perle / Timothée de Fombelle

Verlag: Gerstenberg
Veröffentlicht: März 2017


DerwundersamekofferdesmonsieurperleStoryline.
Iån verlor seine Mutter, als diese ein neues Kind gebar. Für ihn steht fest, dass das Mädchen, das zur Welt gekommen war, die Mörderin seiner Mutter ist. Deshalb verbannte er sie, mit seinem Vater und einem Diener, in den Sommerpalast der Familie und nahm den Platz des Königs ein. Doch seine Schwester, ist eigentlich ein Junge namens Iliån und während Iån sein Volk ausplündert und Unheil über das Land bringt, wächst sein Bruder mehr oder weniger behütet – von seinem Diener und seinem verrückt gewordenen Vater – im Sommerpalast auf. Eines Tages bemerkt er Oliå in den Wäldern, eine Fee, die ihn seit seiner Kindheit vor Unheil schützt. Obwohl sie sich vor ihm zu verbergen versucht, kommen sich die beiden näher und sie ist es auch, die von Iån, der sich in sie verliebt hat, entfürht wird und Iliån in sein Unglück treibt. Denn die Liebe zwischen Iliån und Oliå, ist für Iån ein Dorn im Auge, ebenso wie sein Bruder an sich, der ihm den Thron streitig machen könnte. Und so wird Iliån von seinem Bruder in die Menschenwelt verbannt; getrennt von seiner großen Liebe und dazu verdammt, bis zu seinem Tod in einer fremden Welt zu leben.
Die tragische Liebesgeschichte von Iliån und Oliå, von ihrer Vorgeschichte, der Trennung bis hin in die Menschenwelt wird von einem Mann entdeckt und Letzt endlich, nach einem tragischen Ereignis, zu Papier gebracht.

Fazit.
Ich gestehe, dass ich anfangs enttäuscht oder viel mehr verwirrt war. Grob geschätzt hatte ich die ersten fünfzig bis einhundert Seiten keine Ahnung, um was es geht und wer die handelnden Personen waren. Bis ich mir sicher sein konnte, dass das auch die Person war, von der ich dachte, dass sie es sein könnte, hatte ich keinerlei Übersicht und war meist auch schon wieder mindestens ein Kapitel weiter. Der Anfang war echt nicht leicht aber wenn man einmal begriffen hat, um wen es sich handelt und wer wer ist, ist es eine wirklich schöne und traurige Geschichte zugleich. Das Schicksal von Iliån aber auch von Oliå – sowie ihre Verbindung – hat mich berührt und war sehr bewegend. Auch mochte ich die Einschübe aus der Vergangenheit, die die Story einfach etwas aufgelockert haben, unglaublich informativ waren und zugleich das Interesse gefördert haben, sodass man einfach weiterlesen wollte. Timothée de Fombelle ist das Buch auf jeden Fall gelungen, auch wenn es vielleicht nicht für jeden etwas ist, durch die anfänglichen Schwierigkeiten. Dennoch würde ich es jedem, der auf etwas Kitsch und eine komplizierte (Hintergrund-)Geschichte steht.