Gangsterland / Tod Goldberg

Verlag: C. Bertelsmann
Veröffentlicht: September 2016


gangsterlandStoryline.
Sal Cupertine macht keine Fehler. Eigentlich. Doch als es bei einem Auftrag zu einer misslichen Situation kommt, muss Cupertine um sein Leben bangen und rettet dieses indem er drei FBI-Beamte tötet. Ein schlechter Zug, der ihm ordentliche Schmerzen, eine komplett neue Identität und eine ungeliebte Arbeitsstelle einbringt; Cupertine soll den Rabbi einer jüdischen Gemeinde spielen, mit allem drum und dran. Er, der Hit Man, Rain Man, wie auch immer man ihn nennt, der bis dahin jeden Job erledigt hat und das ohne Spuren zu hinterlassen, soll sich als liebenswerter und verständlicher Rabbi abgeben, sich die Probleme anderer Menschen anhören und sich um alle Angelegenheiten wie Hochzeiten, Mitzwas, Beerdigungen und ähnliches Kümmern. Nicht gerade das, was ihn ausmacht.
Doch Cupertine hat keine Wahl, wenn er leben will und irgendwann zu Frau und Kind zurückkehren möchte. Das ihn ein gefeuerter Agent namens Jeff Hopper sucht, der mit Cupertine noch eine Rechnung offen hat, weiß dieser nicht, bis sich die Schlinge um den Mafiagangster zusammen zieht und er Entscheidungen treffen muss, die sein bisheriges da sein als Hit Man komplett in Frage stellen und ihn – und vielleicht sogar seine Familie – das Leben kosten könnte.

Fazit.
Dieser Thriller war einer der Besten bezüglich der Mafia-Szene aber auch ganz im Allgemeinen. Anfangs hatte ich leichte Bedenken, da mir die Story zu langsam voran ging und jede Menge Namen oder auch Begriffe fielen, die mir so erstmal gar nicht bekannt waren aber man konnte sich recht schnell zurecht finden und ab da wurde es einfach immer besser. Die Geschichte ist kompliziert aber genau das braucht dieses Thema auch und Zusammenhänge lassen sich teils erahnen, teils ergeben sie sich einfach. Die wechselnden Perspektiven hätte man zumindest anfangs irgendwie mal aufzeigen können aber man gewöhnt sich an den Wechsel zwischen Ermittler und Cupertine. Auf jeden Fall für alle Leser etwas, die sich gerne mit der kriminellen Seite einer Stadt/eines Landes befassen aber auch für alle, die Thriller in Richtung Mafia, Auftragsmörder oder einfach nur Gewallt mögen. Das Buch vereint einiges in seinem ganz eigenen Charme und wenn ich ehrlich bin, war mir bis zu diesem Buch gar nicht bewusst, dass mir die Mafia-Szene so gefallen könnte aber ich bin positiv überrascht. Daumen (definitiv) hoch!

Der 13. Stuhl / Dave Shelton

Verlag: Königskinder
Veröffentlicht: September 2016


whatsapp-image-2016-11-29-at-7-24-26-pmStoryline.
Jack weiß nicht warum er sich darauf eingelassen hat aber als er den Raum betritt und die zwölf Gestalten um den Tisch sitzen sieht, weiß er, dass es zu spät ist, um jetzt einfach umzukehren. Und wenn es hart auf hart kommen würde, könnte er noch immer einfach weg laufen. Also bleibt er und gesellt sich in die Runde, auch wenn er keine Ahnung hat, warum die Leute hier sind und weshalb sie alle eine brennende Kerze vor sich stehen haben. Und dann beginnen die Geschichten; Geschichten von Mord und Geistern, von geschundenen Seemännern, verrückten Schriftstellern und mordenden Bäumen. Jede Geschichte erschreckt ihn auf’s neue, nach jeder Geschichte wird eine Kerze ausgepustet und der Geschichtenerzähler verschwindet im Schatten. Jack ist fasziniert und verängstigt zugleich aber er ist neugierig und obwohl ihn ein ungutes Gefühl beschleicht, wartete er mehr oder weniger geduldig. Doch je mehr Kerzen ausgepustet werden und je wahrscheinlicher es wird, dass er an der Reihe ist, desto klarer werden seine Gedanken, bis er begreift, welche Geschichte er erzählen muss.

Fazit.
Einer der besten Thriller, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Das Buch ist einfach nur mega gut geschrieben und ich muss sagen, dass mich das Buch wirklich in seinen Bann gezogen hat, obwohl ich anfangs meine Zweifel wegen den ganzen Kurzgeschichten hatte. Es hat seinen ganz eigenen Flair und jede einzelne Geschichte bringt einen neuen Aspekt und dennoch: es doppelt sich nichts, nichts überschneidet sich oder wir neu und doch anders wieder aufgegriffen. Die Personen und ihre Geschichten stehen für sich und tragen so ihren eigenen Anteil für die Gesamtfassung zusammen. Wirklich ein gelungenes Buch, wenn ich es auch den Älteren empfehle oder die, die mit solchen ‚Gruselgeschichten‘ umgehen könne. Auf jeden Fall Daumen hoch!

Bunker Diary / Kevin Brooks

Verlag: dtv
Veröffentlicht: April 2014 (Erstausgabe)


WhatsApp Image 2016-11-27 at 5.56.31 PM.jpegStoryline.
Als der 16-jährige Linus in einem Bunker aufwacht, erinnert er sich nur noch an den blinden Mann, dessen Koffer er in seinen Lieferwagen gehoben hatte. Drei Tage ist er alleine, bis die 9-Jährige Jenny per Aufzug zu ihm runter geschickt wird. Die Beiden wissen nicht warum sie entführt worden sind aber sie sind nicht lange alleine und als der Bunker voll ist, fängt der Spaß für den Entführer erst an; der Mann, der die Kontrolle über den Fahrstuhl hat, die Kameras in den Räumen und die Luft- und Wärmezufuhr  kontrolliert, ist alles andere als gnädig. Er lässt die Sechs hungern, beinah erfrieren, stellt die Uhr nach belieben, damit seine Opfer das Zeitgefühl verlieren und schickt sogar einen Dobermann nach unten, der die Menschen angreift. Alles was benötigt wird, darf auf einen Einkaufszettel geschrieben werden, mehr Kontakt zum Entführer haben die Sechs im Bunker nicht. Aber als wäre das nicht genug, stellt der Entführer eine simple Aufgabe: Der, der tötet, kommt frei.
Keiner der Sechs nimmt diese Aufforderung anfangs ernst. Sie gönnen dem Mann den Spaß nicht aber als das Essen immer knapper wird und der Hundebiss, den Bird abbekommen hat, sich entzündet, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Denn unter den herrschenden  Bedingungen, wird aus jedem gebildeten Menschen irgendwann ein Tier. Und das soll nicht das Ende sein.
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Fazit.
Auch wenn es unter Jugendbuch läuft, nur weil Jugendliche drin vorkommen, bedeutet das noch lange nicht, dass es sich auch Jugendbuch nennen darf. ‚Bunker Diary‘ ist ein Thriller und das zurecht. Die Geschichte geht einem nahe – mir ging es zumindest so – und es setzt einem schon ganz schön zu, was den Leuten da unten passiert. Kevin Brooks ist einer meiner Lieblingsautoren aber als ich das Buch gelesen habe, musste ich mich schon fragen, wie er auf die Idee gekommen ist. Ich habe das Buch 2014 das erste Mal gelesen, demnach war ich damals noch Jünger und damals hat mich das Buch wirklich zum Weinen gebracht. Es war super beschrieben und ist wirklich gelungen aber definitiv nichts für Jugendliche oder Leute mit schwachen Nerven. Denn spätestens am Ende, wird es für den Leser wirklich hart. Daher empfehle ich es wirklich nur Lesern, die mit Psychospielchen umgehen können und etwas stärkere Nerven haben. Trotzdem Daumen hoch!

Nur 6 Sekunden/ Daniëlle Bakhuis

Verlag: Arena
Veröffentlicht: Juni 2016


nur-6-sekundenStoryline.
Als die Freundinnen Jasmin, Hanna, Jacky und Olivia tatsächlich eine Einladung zu der Party bekommen, können sie ihr Glück kaum fassen. Da niemand weiß wo die Party stattfindet und wer sie organisiert, ist es ein Privileg auf die Gästeliste gesetzt zu werden. Doch das ist nicht nur irgendeine Party, auf dieser Party kommt es zu der Abrechnung: Zehn Leute, Hasenmasken & Handschuhe, ein Kreis und jede Menge Geld; das Geld wird in den Kreis gelegt, bis eine Person sich dazu entscheidet, das Geld einzusammeln. Ab da müssen die anderen sechs Sekunden auf die Person einschlagen, während diese versucht so viel Geld wie möglich einzusammeln.
Die Freundinnen schwören sich, dass niemand bei der Abrechnung mit macht und wenn, dann unter der Bedingung, dass man das Geld nicht an sich nimmt. Aber als Jasmin in die Abrechnung gerät und zusehen muss, wie eine ehemalige Freundin mehr als nur verprügelt wird, kann sie auf Grund der Schuldgefühle danach, nicht den Mund halten und bricht die wichtigste Regel: sprich niemals über die Party. Daraufhin bekommt Jasmin das, was sie laut der Partygründer verdient hat und sie hätte nie gedacht, dass sie sich in einer ihr so nah stehenden Person, so täuschen konnte.

Fazit.
Am Anfang war ich etwas skeptisch, einfach weil ich mir nicht sicher war, wie sich die Geschichte so entwickelt. Die Storyline an sich fand ich spannend aber was da wirklich ablief, war schon etwas erschreckend. Zwar ist es eine fiktive Geschichte aber sowas – oder sowas ähnliches – gibt es in manchen Kreisen bestimmt auch und es war dann doch teilweise sehr krass, wie weit die Leute gegangen sind und was für Konsequenzen es hatte, wenn man nicht wie der Strom war. Dennoch muss ich sagen, dass das Buch super spannend und anregend geschrieben wurde und man wollte schon weiterlesen, um hinter die Fassade gucken zu können. Wer organisiert die Party? Woher wissen sie bestimmte Dinge? Das waren so Fragen, die mich angeregt haben, weiterzulesen und ich muss sagen, dass mich vor allem das Ende sehr überrascht und geschockt hat. Auf so eine Idee muss man erstmal kommen. Wirklich beschreiben (ohne zu viel zu verraten) kann ich das Buch nicht, man muss es einfach lesen. Allerdings würde ich es eher Älteren empfehlen, die auf Spannung und Drama stehen. Daumen hoch!